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THEMA: Quantum Energy Generator

Quantum Energy Generator 3 Jahre 5 Monate her #6873

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Uatu schrieb:
...muss ich bei zwei technischen Punkten Kritik anmelden: Beim realen QEG ist (entgegen den Simulationen) keine explizite Spannungs-Injektion zur Anregung des Schwingkreises erforderlich, und es gibt beim QEG keine Erregerspule.

Zur Verdeutlichung der Verwendung der Begriffe hat mir Herr Rausch noch ein ergänzendes Bild sowie eine Erklärung der Benennung zukommen lassen. Das Bild findest sich hier:

Dateianhang:

Dateiname: QEGverffentlicht30.06.14.pdf
Dateigröße: 13 KB


Ausgehend von diesem Bild hat er seine Beschreibung vorgenommen. Dazu schreibt er mir noch:
_______________________________________
"Ich habe den realen QEG gemäß obigem Anhang verstanden und so ist simuliert worden. Nach meiner Wortschöpfung ist mit "Spannungs-Injektion" die Spannung gemeint, die bei geschlossenem Schalter an der "Erregerspule" liegt. Die beiden am Kondensator angeschlossenen Spulen sind mit C1 und C2 bezeichnet und ich habe Sie deshalb auch Schwingkreisspulen genannt. Die vierte Spule ist die sog. Ausgangsspule, die lt. QEG-Urheber die fabelhafte Leistung von 10kW zur Verfügung stellen soll.



Bei zunächst geöffnetem Schalter nach Simulationsstart (2500/min Rotordrehzahl) gibt es natürlich kein Drehmoment und keine Spannung an der Ausgangsspule. Bei geschlossenem Schalter erfolgt dann mit anliegender Fremdspannung ein Drehmoment und eine Spannung an der Außenspule. Bei wieder geöffnetem Schalter (keine anliegende Fremdspannung) verhält sich das Drehmoment und die Spannung an der Außenspule nach den Schwingkreisgegebenheiten (u.a.Zeitkonstanten) erwartungsgemäß nach den Gesetzen der Selbsterregung (zeitlich periodische Änderung der Induktivitäten).
_______________________________________

Gruß Rudi
Letzte Änderung: 3 Jahre 5 Monate her von wanninger.
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Quantum Energy Generator 3 Jahre 5 Monate her #6874

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@wanninger: Da scheint ein Missverständnis bzgl. der "Erregerspule" und möglicherweise auch bzgl. des Umschalters im unteren rechten Bereich des ursprünglichen QEG-Schaltplans vorzuliegen. Die im QEG-Schaltplan eingezeichnete (inzwischen aufgegebene) Möglichkeit, auch die halbe Ausgangsspannung entnehmen zu können, ist in dieser Hinsicht evtl. etwas verwirrend. Ich möchte zur besseren Verdeutlichung auf Asterix's farbig ergänzten Schaltplan und den vereinfachten Schaltplan im "Test and Measurement Report" (pdf) auf S. 20 verweisen. Mit "Erregerspule" ("Exciter Coil") ist beim QEG ausschliesslich die separate Spule (der gelbe, stehende Zylinder, der auf diversen Fotos des Versuchsaufbaus in Aouchtam zu sehen ist) des Erregerschwingkreises (nicht mit dem Primärschwingkreis zu verwechseln) gemeint, der sich im QEG-Schaltplan im mittleren Bereich befindet, und den Herr Rausch ganz links eingezeichnet hat. Das geht eindeutig aus dem QEG-Schaltplan und diversen Aussagen von Robitaille hervor. Dieser Erregerschwingkreis ist lt. Robitaille von untergeordneter Bedeutung, und dient nur dem "Tuning" des Apparats. Er ist z.B. bei den Tests, die in den "Overunity"-Videos gezeigt werden, überhaupt nicht angeschlossen. Es gibt (so ist die entsprechende Formulierung in meinem vorhergehenden Beitrag zu verstehen) keine Erregerspule auf dem QEG-Core. Die beiden Spulen, die Herr Rausch in "Erregerspule" und "Ausgangsspule" eingeteilt hat, sind beide Ausgangsspulen, und in Reihe geschaltet. Bei der einen Ausgangsspule ist lediglich ergänzend auch noch der Erregerschwingkreis (falls überhaupt angeschlossen) in Reihe geschaltet. Auf keine der beiden Ausgangsspulen wird zu irgendeinem Zeitpunkt eine Fremdspannung aufgeschaltet ("injiziert").
Letzte Änderung: 3 Jahre 5 Monate her von Uatu.
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Quantum Energy Generator 3 Jahre 5 Monate her #6876

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Ich bin ziemlich sicher, dass ich das Rätsel der scheinbar "zu hohen" notwendigen Induktivitätsmaximumswerte bei den Simulationen gelöst habe. Das Problem besteht wahrscheinlich darin, dass sich die magnetischen Flussdichten während den Induktivitäts-Messungen und während des Betriebs erheblich unterscheiden. Aus unterschiedlichen Flussdichten folgen jedoch unterschiedliche relative Permeabilitätswerte, und daraus wiederum unterschiedliche Induktivitätswerte.

Z.B. hat die relative Permeabilität des M19-Elektroblechs des QEG ihr Maximum bei einer Flussdichte von ca. 0,75 T. Diese maximale relative Permeabilität liegt um ein Mehrfaches über den Werten bei sehr geringen Flussdichten. Die Messgeräte, mit denen die bekannten Induktivitätswerte ermittelt wurden, dürften mit Strömen arbeiten, die erheblich geringere Flussdichten zur Folge haben. Die Flussdichten im Betrieb dürften im deutlich näher an diesem Maximum liegen, wodurch auch die Induktivitätswerte höher als bei den Messungen liegen.

Bei den Induktivitätsminimumswerten besteht dieses Problem nicht, da 1. während dieser Abschnitte auch im Betrieb nur relative geringe Ströme fliessen (woraus relativ geringe Flussdichten folgen) und 2. der während dieser Abschnitte sehr grosse Luftspalt die effektive Permeabilität dominiert.

Wahrscheinlich sind also die empirisch gefundenen, scheinbar "zu hohen" Induktivitätsmaximumswerte für die Simulationen tatsächlich -- zumindest grob -- "richtig".

@Asterix:

1. Hast Du irgendwelche Infos über das Material des Kerns Deines Generators?
2. Mit was für einem Messgerät hast Du die Induktivitätswerte gemessen?
3. Hast Du eine Idee, wie man praktikabel die Induktivität der Spulen Deines Generators bei höheren Flussdichten messen kann?
Letzte Änderung: 3 Jahre 5 Monate her von Uatu.
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Quantum Energy Generator 3 Jahre 5 Monate her #6877

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uatu schrieb:
1. Hast Du irgendwelche Infos über das Material des Kerns Deines Generators?
Die Bleche stammen aus einem alten Netzteil (EI60/0.50 12V/1A), das ich mir einmal in einem Baumarkt gekauft habe. Was wirklich brauchbares ist dazu leider nicht vorhanden.

uatu schrieb:
2. Mit was für einem Messgerät hast Du die Induktivitätswerte gemessen?
Gemessen habe ich mit einem PeakTech 2175. Die Messfrequenz beträgt in dem relevanten Messbereich 100Hz. Das Messsignal hat im Leerlauf etwa 2Vs. Im Messbetrieb lässt sich da leider nichts weiterführend sinnvolles mehr dazu bestimmen.

uatu schrieb:
3. Hast Du eine Idee, wie man praktikabel die Induktivität der Spulen Deines Generators bei höheren Flussdichten messen kann?
Ja, wieder so zu messen, wie in den Zeiten, in denen ich noch kein Induktivitätsmessgerät besessen habe. Die Mühe lohnt sich anscheinend.

Jetzt die Messung zu Fuß:

schaltung3.jpg


Tabzu_schaltung3.jpg

Dateianhang:

Dateiname: P_f_dig_ods_2014-07-02.zip
Dateigröße: 58 KB


Das Geld für das Induktivitäsmessgerät hätte ich mir wohl sparen können. Die damit gemessene kleine Induktivität hängt wahrscheinlich mit dem kleinen Messsignal zusammen. Deine Vermutung hat sich da bestätigt. Eine aussagefähige Messung bekommt man nur mit Messparametern die auch im Betrieb auftreten.

Bei der Simulation komme ich mit 0.18H-0.79H auf Resonanz bei etwa 51U/s. Das passt dann schon sehr gut mit den bei kleinstmöglichem Strom (~300mA) gemessenen 51Hz zusammen

Gruß Willi
Das ist meine persönliche Meinung dazu.
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Quantum Energy Generator 3 Jahre 5 Monate her #6881

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Ich habe mit den Werten noch eine Simulation in XCOS gemacht. Da kommen auch wieder die 51Hz raus.

simu_xcos_1.jpg


Dateianhang:

Dateiname: paramet_gen_simu_dl_1_1.zip
Dateigröße: 20 KB


simu_erg_xcos.jpg


An der Simulation mit der induktiven Auskopplung arbeite ich noch. Kommt aber auch noch irgendwann.

Gruß Willi

Beinahe hätte ich es vergessen. Wenn einer einen Parametersatz für OU findet, bitte umgehend melden :lol: .


[EDIT 03.07.2014] Fehlerhaftes Programm ausgetauscht.
Das ist meine persönliche Meinung dazu.
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Quantum Energy Generator 3 Jahre 5 Monate her #6888

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Es gibt ein Update von HypeGirl. So klingt ein Fehlschlag in typisch US-amerikanischem Marketing-Speak:

Hang in there folks! What is happening as a result of the 3rd phase build for the QEG in the UK is strong sturdy and monumental growth for the way that free energy is being brought through to the people, after hundreds of years of suppression. We are still working and many groundbreaking discoveries are being made and captured.

(HopeGirl am 05.07.2014)

Im folgenden zitiert sie einen nicht weiter benannten "engineer", der an dem Build teilgenommen hat:

Because we were working long days and into the early morning hours, most of the days we were not reporting as much, as we went along hoping to find that ‘holy grail’ loopback of the motor for self-running.

[...]

We are not there yet but we have the minds here in this group to grasp all that is necessary to move forward and uncover all the overunity secrets. This will take a LOT more research, understanding and sharing of our finding to do this.

("engineer" zitiert von HopeGirl am 05.07.2014)

Das Problem ist: Es gibt keine "overunity secrets" beim QEG. Das inzwischen weitgehend gelöste Problem der scheinbar "zu hohen" notwendigen Induktivitätsmaximumswerte dürfte der letzte wesentliche Unterschied zwischen den Simulationen von Asterix und mir und dem Verhalten des realen QEG gewesen sein. Das gesamte Verhalten des QEG lässt sich im Rahmen der gewöhnlichen Physik beschreiben und verstehen. Entgegen den auf mangelndem Verständnis beruhenden Einschätzungen der QEG-Leute ist nichts (Resonanz, hohe Spannungen, etc.) am QEG in irgendeiner Weise aussergewöhnlich.

So soll's weitergehen:

[T]he Lead Engineer James had to return to the U.S. Work will resume on Monday July 7th in the original Pennsylvania location, to achieve self-running, and a target/goal date of the end of the month.

(HopeGirl am 05.07.2014)

Das hatten wir doch neulich schon mal (bitte das Datum beachten):

We will be building a 4th QEG, bring it to resonance and overunity, design the converter and reach self-running within 1 month.

(HopeGirl am 25.05.2014)

Anfang nächsten Monats gibt's dann die nächsten Ausreden ... ;)

@Asterix: Zu Deinen Messungen, über die ich mich sehr gefreut habe :), arbeite ich an einem technischen Beitrag.
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